Swiss Charter
Der von SENS International erarbeitete Qualitätsstandard «Swiss Charter – Klimaschutz durch Recycling» definiert die ökologischen, sozialen, ökonomischen und technologischen Anforderungen an das Recycling von elektrischen und elektronischen Geräten, insbesondere Kühlgeräten, in Schwellenländern. Die Swiss Charter zielt auf Recycling-Projekte zur Reduktion der hochpotenten und ozonschichtschädigenden Treibhausgase FCKW ab.
Sämtliche von SENS International geförderten Klimaschutzprojekte müssen den hohen Anforderungen genügen, die in der «Swiss Charter – Klimaschutz durch Recycling» festgeschrieben sind. Gemäss Swiss Charter muss die erzielte Reduktion der Treibhausgasemissionen real, permanent und messbar sein. Die Messverfahren werden durch unabhängige Zertifizierungsstellen (Designated Operational Entities, DOE) auf Basis der Swiss Charter geprüft und die Emissionsreduktionen verifiziert. Sie müssen komplett, genau und konsistent ermittelt sowie konservativ gerechnet sein. Die Emissionsreduktionszertifikate, genannt Swiss Charter Units, werden erst dann ausgegeben, wenn die Emissionsreduktionen auch tatsächlich erfolgt und verifiziert sind.
Die Swiss Charter ist somit einer der anspruchsvollsten Standards im Markt für Emissionsreduktionszertifikate. Sie entspricht dem Leitgedanken des Clean Development Mechanism und lehnt sich an die Standards der Uno-Klimarahmenkonvention an, geht aber in ihren Ansprüchen an die nachhaltige Entwicklung noch einen Schritt weiter: Die Projekte müssen im ökologischen, sozialen sowie ökonomischen und technologischen Bereich jeweils mindestens zwei Impulse auslösen.
Ökologische Entwicklungsimpulse:
Ressourcenerhalt, Energieeffizienz
Sorgfältiger Umgang mit giftigen Abfällen
Förderung der Biodiversität
Schutz der Ozonschicht
Soziale Entwicklungsimpulse:
Verbesserung der Arbeitsbedingungen
Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze
Know-how Transfer
Kapazitätsbildung
Ökonomische und technologische Entwicklungsimpulse:
Multiplikatoreffekte
Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft
Technologietransfer
Die Swiss Charter vereint diese hohen Anforderungen an projektbasierte Entwicklungsimpulse mit einer rigorosen technischen und methodologischen Qualitätssicherung. Kernbestandteile dieser Qualitätssicherung sind
eine von akkreditierten, unabhängigen Institutionen durchgeführte Doppelvalidierung der Methodik zur Bemessung der Emissionsminderungen,
die kontinuierliche Projektvalidierung und -verifizierung durch akkreditierte, unabhängige Institutionen, die neben den Treibhausgasemissionen auch die quantitativ zu erfassenden Entwicklungsimpulse beinhaltet,
die Verfolgung des Konzeptes der natürlichen Additionalität,
die Abwicklung des Zertifikathandels über eine Registry, was Mehrfachverkäufe der Emissionsreduktionszertifikate verhindert,
- die Ausgabe der Zertifikate ausnahmslos erst nach der erfolgten Emissionsreduktion.
Indem SENS International sämtliche Klimaschutzprojekte in die Swiss Charter einbettet, garantiert die Stiftung mit dem SCPI-Label und mit dem Leitgedanken «Premium Projekt für Premium Partner» Klimaschutzzertifikate erstklassiger Qualität.


