SENS International : CLIMATE PROTECTION BY RECYCLING

Fakten zum Klimaschutz

Der gegenwärtig zu beobachtende Klimawandel ist hauptsächlich vom Menschen verursacht, daran lässt die wissenschaftliche Evidenz keinen Zweifel. Die drastischen Auswirkungen des Klimawandels sind heute bereits gut nachweis- und messbar. Diese Erkenntnis hat sich denn auch in grossen Teilen der Weltbevölkerung durchgesetzt. Der Wille, den Klimawandel einzudämmen, ist gross. 2009 soll das Jahr des Klimas werden und in Form eines Nachfolgewerks des Kyoto-Protokolls, das im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll, den Durchbruch in der weltweiten Klimapolitik bringen.

Der schwedische Chemiker Svante Arrhenius hat bereits 1896 geschätzt, dass die Durchschnittstemperatur vier bis sechs Grad steigen könnte, wenn sich der Anteil Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre verdoppelt. Doch Aufmerksamkeit wurde den Ausführungen des Nobelpreisträgers erst Mitte des 20. Jahrhunderts zuteil. Seit der CO2-Gehalt in der Atmosphäre regelmässig gemessen wird, ist der stetig steigende Ausstoss erkennbar und verdeutlicht die Bedeutung der Menschheit im Klimasystem. Heute ist die Treibhausgaskonzentration grösser als je zuvor in den vergangenen 850 000 Jahren.

In den frühen Neunzigerjahren hat sich die internationale Politik dem Klimaschutz angenommen. Jahrelange Verhandlungen, die ihren Ursprung im Umweltgipfel von 1992 in Rio de Janeiro hatten, gipfelten 1997 im Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Treibhausgase. Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Über sein Nachfolgewerk, das im Dezember 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden soll, wird seit Monaten intensiv verhandelt.

Ein wichtiger Pfeiler des Kyoto-Protokolls sind die flexiblen Mechanismen - Emissionshandel, Joint Implementation und Clean Development Mechanism (CDM), die als Massnahmen für das Erreichen der Treibhausgasemissionsreduktionen vorgesehen sind. Sie dürften auch im Nachfolgewerk eine tragende Rolle spielen, haben sie sich doch in den vergangenen Jahren weltweit etabliert und bewährt.

Der CDM, in dessen Sinne sämtliche Swiss-Charter-Klimaschutzprojekte umgesetzt werden, erlaubt es den Industriestaaten, Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern durchzuführen und sich die Treibhausgas-Emissionsreduktionen anrechnen zu lassen. Hinter dem CDM steht die Tatsache, dass es für die Atmosphäre und folglich den Klimaschutz keine Rolle spielt, wo die Treibhausgase reduziert werden. Darüber hinaus wird über den CDM Umwelt- und Technologie-Know-how in das Gastland transferiert, das dieses für eigene Projekte einsetzen kann.