Hintergrund
Aus den Augen, aus dem Sinn - seit sie im Montrealer Protokoll verboten wurden, sind die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in Vergessenheit geraten. Dabei sind FCKW besonders gefährliche Treibhausgase: Sie belasten nicht nur die Ozonschicht, sondern tragen auch zum Klimawandel bei.
Der gegenwärtig zu beobachtende Klimawandel ist hauptsächlich vom Menschen verursacht, daran lässt die wissenschaftliche Evidenz keinen Zweifel. Die drastischen Auswirkungen des Klimawandels sind heute bereits gut nachweis- und messbar. Diese Erkenntnis hat sich denn auch in grossen Teilen der Weltbevölkerung durchgesetzt. Der Wille, den Klimawandel einzudämmen, ist gross. 2009 soll das Jahr des Klimas werden und in Form eines Nachfolgewerks des Kyoto-Protokolls, das im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll, den Durchbruch in der weltweiten Klimapolitik bringen.
SENS International konzentriert sich auf Klimaschutzprojekte, die sich dem umweltgerechten Recycling von FCKW-haltigen Abfällen verschreiben. Seit sie im Montrealer Protokoll verboten wurden, sind die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in Vergessenheit geraten. Mit dem stufenweisen Verbot dieser Substanzen schien das Problem Anfang der Neunzigerjahre gelöst zu sein. Dieser Schluss trügt jedoch. Denn in alten Kühlschränken und Gefriertruhen ist nach wie vor eine beträchtliche Menge FCKW enthalten, die ohne fachgerechte Entsorgung in die Atmosphäre gelangen wird. Das ist umso schlimmer, als dass FCKW die Ozonschicht schädigen und den Treibhauseffekt verstärken.
Während in Europa die Kühlgeräteproblematik auf nationaler Ebene sowie EU-weit geregelt wurde, bleibt die Problematik in Entwicklungs- und vor allem in Schwellenländern bestehen. Hier setzt die Swiss Climate Protection Initiative an.
